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montanaberlin zeigt: LUNARES PRINZIP
ein Film von Nadine Rennert am 1.September ab 20 Uhr
Der Ausstellungszyklus `Modell und Wirklichkeit ´, den montanaberlin bis Ende des Jahr-es zeigt, findet hier eine mystische und, da nur für einen Abend, kurzweilige Form.
Der Film hat weder etwas mit dem dahinscheidenden Sommer noch mit dem bevorstehen-dem Herbst zu tun. Nichts mit den baldigen Kunstereignissen in Berlin. In gewisser Weise hat er mit gar nichts zu tun oder mit allem. Nadine Rennerts Film
"Lunares Prinzip" ist aus der Zeit gefallen, hat keine offensichtlichen Bezüge zu aktuellen
oder historischen Ereignissen, und handelt doch von etwas, was allen und allem zugrunde
liegt.
Sein durch Schein: Als Lunares Prinzip bezeichnet man die Eigenschaft des Mondes, pas-iv zu leuchten, da er im Vergleich zur aktiven Leuchtkraft der Sonne, von dieser sein
Licht erhält.
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| In einer mystischen und scheinbar endlosen Kamerafahrt lenkt die Künstlerin unseren Blick in Räume von schwer identifizierbarer Beschaffenheit. Schwarz/weiß sind sie, orga-nisch und sphärisch zugleich, eine Licht- und Schattenwelt, eine Mischrealität von Innen-welt und außerirdischer Atmosphäre. Eine Kamerafahrt von unbestimmbarem Tempo, eine Odyssee durch Welten, die vor allem Eines vermögen: uns an etwas, gleichsam lang Ver-gessenes, zu erinnern, mit Mitteln, die wir in ihrer Beschaffenheit nur schwer decodieren. |
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| Unklar, ob die Bildästhetik von erworbenem visuellem Wissen stammt oder eine Expedit-ion in Vorbewusstes ist, bringt sie damit den Rezipienten in Kontakt mit Fragen nach sol-chen Zusammenhängen. Ungewiss, ob als Vorahnung oder Spuren von Existenz tauchen alienhaft-urzeitliche Wesen auf. |
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| Thema und Vorgehensweise der 11-minütigen Animation entspricht dem "lunaren Prinzip": aus synthetischer Masse formte Nadine Rennert Szenen und höhlenartige Räume; diese Modellwelt fotografierte sie mit speziellem Negativ-Fotomaterial, um Licht und Schatten zu vertauschen und montierte die Bilder zu einem Film zusammen. Zu Klängen von Gustav Holst´ "Planeten" entwickeln die Bilder eine, im Gegensatz zum titelgebendem Thema, au-tonome Sogwirkung. |
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